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Alles in Balance - Wie Du den Wert deines Trainings erhöhst

Alles in BALANCE
© Lebe Dein Pferd - Grafik: Lena von Blohn

Hast Du dich schon einmal gefragt, warum es in deinem Training mit deinem Pferd nicht vorangeht? Vielleicht ist dein Pferd unmotiviert, oder wirkt lustlos, du hast das Gefühl es könnte viel mehr, aber es will dir nicht alles geben?

 

Gesundheitliche Gründe möchte ich hier nicht ansprechen, ich gehe davon aus, dass du das alles nötige unternimmst, damit dein Pferd dir auch körperlich geben kann, was du von ihm verlangst. Aber wie ist es mit seiner inneren Einstellung?

 

Wann etwas wertvoll wird

 

Der Wert einer Sache, oder einer Person, einer Situation oder eines Momentes bemisst sich immer an seiner Besonderheit und dem Nutzen, den der andere daraus zieht. Ein Nutzen kann von praktischer Natur sein (z. B. Hilfestellung geben), aber auch von psychischer Natur (ein gutes Gefühl entstehen lassen).

 

Ich will dir ein paar Beispiele aus unserem Alltag geben, die fast jeder für wertvoll erachten wird:

  • Gute Freunde sind wertvoll, denn ich weiß, dass man auch schlechte Freunde haben kann
  • aufrichtiges Lob für eine außergewöhnliche Leistung, denn Anerkennung fühlt sich gut an und motiviert

Mit Sicherheit fallen dir noch weitere Beispiele ein, die für dich wertvoll sind, weil du weißt, daß auch das Gegenteil der Fall sein könnte. Der Wert einer Sache definiert sich also häufig an seinem Gegenteil, seiner Seltenheit oder Häufigkeit

 

Was passiert, wenn es kein Gegenteil gibt?

 

Auch dafür möchte ich dir ein Beispiel geben anhand des Lobes:

Stelle dir vor, du erhältst ununterbrochen Lob. Nicht nur für gute Leistungen, sondern auch für Dinge die du selbst gar nicht für außergewöhnlich hältst. Ein Kleinkind loben wir, weil es die ersten Schritte alleine geschafft hat - den 15-jährigen loben wir nicht mehr, denn sein Fortbewegen ist selbstverständlich für uns. Er würde sich veralbert fühlen, wenn wir ihn noch immer genauso überschwänglich für sein Gehen loben würden.

 

Ständiges Loben für Banalitäten nimmt dem Lob den Wert. Es wird „leer“ und drückt nicht mehr die Achtung vor der Leistung aus. Für den Empfänger hat das Lob irgendwann keine Bedeutung mehr. Er fühlt sich nicht mehr motiviert.

 

Genauso verhält es aber auch umgekehrt, wenn Leistung ständig abgewertet wird, mit dem Vorhaben den anderen zu mehr Leistung zu animieren. Dosiert eingesetzt funktioniert das gut, doch dauerhaft angewendet entsteht beim Empfänger Frust und Demotivation. Die Mischung macht es!

 

Es soll hier nicht ausschließlich um Lob gehen. Diese Beispiele lassen sich auf viele Dinge übertragen. So sollte ich beispielsweise nicht jedes schlechte Verhalten ignorieren oder sogar gutheißen, ich muss genauso Grenzen setzen oder vielleicht auch mal konsequent sein. Ich sollte Verantwortung übergeben, aber ich sollte aber auch Verantwortung übernehmen; ich sollte mehr Leistung fordern, um dann mal wieder gemütlich herum zu trödeln...

 

Alles im Leben muß in Balance bleiben. Wenn etwas immer gleich ist, wird es schnell langweilig, es verliert an Bedeutung, seinen Wert. Es ist vielleicht nicht schlecht, aber es ist auch nicht mehr besonders wertvoll!

 

Wie ist es mit dir? Hast du heute deinem Pferd schon etwas mehr oder weniger gegeben, als üblich? Warst du heute genauer, oder mal nachgiebiger, als du es sonst bist? Hast du heute schon mehr gelobt oder mal mehr animiert sich anzustrengen? Habt ihr heute mal einfach einen gemütlichen Spaziergang gemacht, anstatt zu trainieren?

 

Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

 

Liebe Grüße, Nicole

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